KI für Anwälte entwickeln – Jacob Lauritzen, CTO von Legora
· Quelle: Latent Space
Legora, das schwedische Startup, das ChatGPT mit lokaler Gesetzgebung kombiniert, ist von einem Projekt im Keller zu einem Unternehmen mit einem Wert von 8,8 Milliarden US-Dollar gewachsen, nachdem es zwei Finanzierungsrunden von jeweils 550 Millionen US-Dollar abgeschlossen hat. Das Produkt, das vom CTO Jacob Lauritzen geleitet wird, fungiert als KI-Agent, der Word-Dokumente erstellen und bearbeiten, gleichzeitig Tausende von Verträgen prüfen und die Interaktion zwischen Anwälten, Mandanten und anderen Akteuren koordinieren kann. Innerhalb von weniger als 18 Monaten nach dem Launch hat das Unternehmen die 100 Millionen US-Dollar an wiederkehrenden Jahresumsätzen überschritten und verfügt über mehr als 1.800 Kunden.
Legoras Geschäftsmodell reagiert auf den zunehmenden Druck auf Kanzleien, die Zeit für routinemäßige Aufgaben zu reduzieren, was feste Gebühren gegenüber stundenbasierten Abrechnungen begünstigt. Um die Agenten zu bewerten, ohne auf vertrauliche Benutzerdaten zuzugreifen, simuliert das Team Arbeitsumgebungen durch Due‑Diligence-Simulationen und setzt juristische Ingenieure ein, die juristisches Fachwissen mit Programmierkenntnissen verbinden. Die Infrastruktur läuft auf Azure, da Kanzleien bevorzugt Anbieter nutzen, die bereits von Microsoft 365 zertifiziert sind.
Die Initiative verdeutlicht, wie KI die Rechtspraxis transformiert, die Produktivität steigert und Betriebskosten senkt. Die Möglichkeit, große Mengen an Verträgen automatisiert zu prüfen und präzise Zitierungen bereitzustellen, beschleunigt kritische Prozesse und ist für etablierte Kanzleien sowie neue Akteure im Rechtssektor gleichermaßen relevant.
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